Schöneberg

Der bekannteste Schwulen- und Lesbenbezirk ist Berlin Schöneberg So findet man hier nicht nur Cafés, Bars und andere Institutionen, sondern auch in Regenbogenfarben geschmückte Pommesbuden. Hier hat sich die Szene seit langem rund um die Fugger-, die Eisenacher- und die Motzstraße etabliert. Zu den ersten Schwulenbars gehörte das Eldorado, welches in den 20ern von der avantgardistischen Künstlerszene Berlins in Beschlag genommen wurde. Auch filmisch gesehen, diente der Schöneberger Kiez bereits ab 1919 als Kulisse für den Streifen Anders als die Anderen.

Viele der heute noch existierenden Cafés und Bars entstanden um die 70er Jahre, so zum Beispiel das Anderes Ufer. Heute heißt es Neues Ufer, ein gemütliches Café in dem sich Schwule und Lesben treffen. Tom's Bar und der Hafen, zwei Urgesteine der Schwulenszene in der Motzstraße sind immer gut besucht. In der Motzstraße ist auch das Heile Welt mit seiner gemütlichen Lounge. Weitere neuere Adressen sind die Cocktailbar bedroom in der Kalckreuthstraße, der WUWU Club in der Kleiststraße mit Table Dance und Single Dating Night sowie das Café Berio in der Maaßenstraße. Eckkneipenflair mit Stammtischen gibt es im Fuggereck. In der Fuggerstraße treffen sich Schwule, Lesben und Freunde im Café So&So; das gleichzeitig Bar und Red Lounge ist. Auch das Prinzknecht bietet mit seinem Darkroom und dem Biergarten viel Spaß und Action.

Partys jedweder Art feiert man vornehmlich in der Disco Connection. Im Schöneberger Kiez existiert eine sehr gute Infrastruktur an Beratungs- und Informationsstellen für Lesben und Schwule, z. B. die Lesbenberatung in der Kulmer Straße und der schwule Info-Laden Mann-O-Meter in der Motzstraße.

http://www.gayschoeneberg.de/
 

Prenzlauer Berg

Der Prenzlauer Berg ist vor allem bei Studenten einer der beliebtesten Szene-Bezirke der Stadt. Hier hat sich zwischen den U-Bahnhöfen Senefelder Platz und Schönhauser Allee eine vielfältige Ausgehszene für Schwule und Lesben entwickelt. Sehr beliebt sind die gemütlichen, in schlichtem Stil gehaltenen Cafés Amsterdam und Schall & Rauch in der Gleimstraße. In der Greifenhagener Straße konzentrieren sich die meisten Cafés, Bars und Night Clubs, darunter das Guppi, Villi's Bierbar aber auch die Schoppenstube, eine der ersten Schwulenkneipen im Osten Berlins. In die Gleimfalle können Lesben (herein)treten. Als "Bar für ältere Schwule" ist der Bärenkeller in der Schönhauser Allee angesagt. Betreiber sind die Wirte der Bärenhöhle, die ebenfalls bei gemütlichem Ambiente zum Kennenlernen einlädt. Die Men's Clubs Greifbar und Stahlrohr öffnen in den Abendstunden die Türen für ihre Gäste. Ein ganz anderer Club ist der Sonntags-Club, der bereits 1973 unter dem Namen "Homosexuelle Interessengemeinschaft Berlin" gegründet wurde. Dort gibt es einen schwul-lesbischen Jugendtreff, Lesungen und wechselnde Ausstellungen. Wer Literatur zum Thema Erotik kaufen möchte, der ist im Lustwandel - erotische Buchhandlung richtig. Shoppen kann man im gay and lesbian store eastside, wo es neben Büchern, Schmuck und Rainbow-Artikeln auch eine Videothek gibt.
 

Kreuzberg

Kreuzberg war lange bekannt als Berlins buntester und skurrilster Bezirk. Nach dem Fall der Mauer und der damit verbundenen Rolle als Innenstadtbezirk hat sich der Kreuzberger Kiez inzwischen neu orientiert, jedoch seinen ursprünglichen Charakter nicht verloren. Die Schwulen -und Lesbenszene konzentriert sich in erster Linie um die Oranienstraße (O-Straße) und einen Teil des Mehringdamm. Der Bierhimmel in 50ies Style und das plüschig-gemütliche Roses in der Oranienstraße befinden sich neben dem legendären multikulturellen SO 36. Lesben genießen im Schoko in der Schokoladenfabrik (Frauenzentrum e. V.) Tanznächte und gesellige Abende im gleichnamigen Café.
 

Viktoriapark am Kreuzberg

Um den Mehringdamm, Höhe Bergmannstraße befinden sich die Bargelb und die Barbie Bar. Das sogenannte Café Sarotti-Höfe ist der neueste Anlaufpunkt am Mehringdamm, der Lebensader von Kreuzberg 61, denn hier sind Institutionen der Schwul-lesbischen Szene, wie das SchwuZ, das Melitta Sundström, das Schwule Museum und die aha - Allgemeine Homosexuelle Arbeitsgemeinschaft e.V. an einem Ort versammelt. Das SchwuZ engagiert sich seit 1977 für die Schwulen- und Lesbenbewegung und sieht sich als offenes Kommunikationszentrum. Inzwischen ist es auch fester Bestandteil der Berliner Clubszene, so tanzen hier Lesben, Schwule, Heterofreunde und Drag Queens zu House, Oldies bis hin zu Latin. In das SchwuZ gelangt man durch das darüber liegende Café Melitta Sundström, wo sich dann alle gern zum Frühstück treffen. Das weltweit einzigartige Schwule Museum gibt seit 1985 mit seinen Ausstellungen, Sammlungen und Vorträgen einmalige Einblicke in die wechselvolle Geschichte und Gegenwart schwulen Lebens und findet damit auch über die Grenzen Deutschlands hinaus Anklang.
 

Friedrichshain

Friedrichshain ist nicht traditionellerweise ein Anziehungspunkt der Berliner Gay-and-Lesbian-Community, dennoch hat sich spätestens in den letzten drei Jahren einiges in dieser Hinsicht geändert. Die beiden Hauptzentren sind das Areal um die Simon-Dach-Straße und die East Side Gallery. Das HT und das Himmelreich laden zum Cocktailschlürfen ein, bevor man sich in die Tanztempel an der East Side Gallery begibt. In der schwul-lesbischen Busche, der größten Lesben- und Schwulendisco Europas, wird zu den Charts und Disco-Klassikern abgetanzt. Die Kleine Busche ist zwar kleiner, aber ebenso beliebt. Etwas von der Gegend um die Simon-Dach-Straße entfernt, kann sich das schwul-lesbische und gemischte Publikum bei Meister Jacobs einen neuen Haarschnitt verpassen lassen und sich im dazugehörigen Café entspannen. Blühende Landschaften gibt es in der Samariter Straße zu entdecken.

Treffpunkt TIP
Volkspark Friedrichshain, Märchenbrunnen  10249  Berlin
Nachts auf dem Berg und am Märchenbrunnen, sowie gegenüber neben dem Kino. Im Volkspark Friederichshain ist tagsüber auch etwas los. Der Treffpunkt liegt beim Astor Hotel an der Mauer zum Friederichshainer Krankenhaus. Cruising auf dem danebenliegenden Heldenfriedhof.

 

Mitte

Der schicke Bezirk Mitte ist der ideale Ort, um sich die Nächte in diversen Tanztempeln um die Ohren zu schlagen. Natürlich gibt es auch hier rein lesbische bzw. schwule Parties, die in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen stattfinden. Während sich Lesben bei Driven Attacks in der Kalkscheune und im female jungle im Ackerkeller amüsieren, finden Schwule im Club 69 in der Kalkscheune und in der Honecker Lounge im Klub International Partyvergnügen ohne Ende. Für Homos und ihre Heterofreunde sind der Niteclub im Sage Club und das Cafè Moskau ideale

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