Der
Berliner Dom befindet sich auf der Spreeinsel und ist ein protestantischer
Dom nach dem Vorbild des Pertersdom in Rom. Der heutige Kichenbau
mit seiner mächtigen Kuppel stammt aus den Jahren 1894 - 1905.
Er wurde von Julius Raschdorff auf Wunsch von Kaiser Wilhelm
II. als Hauptkirche des preußischen Protestantismus errichtet.
Der
Dom stellt die Tauf- und Traukirche der Hohenzollern dar, und
er birgt eine unterirdische Gruft, in der sich 97 Särge der
Hohenzollern befinden. Unter anderem ruhen hier Der Große Kurfürst
und seine gemahlin, das preußische Königspaar Freidrich I. und
Sophie Charlotte sowie der deutsche Kaiser Freidrich III. Über
das Kaiserliche Treppenhaus und einige verschlungene Gänge gelangt
man hinauf zur Kuppel. Von hier bietet sich eine herrliche Sicht
über das Zentrum Berlins.
Die
Geschichte des Berilner Domes geht zurück bis in das 15. Jahrhundert
und ist eng verbunden mit dem Aufstieg des Fürstengeschlechtes
der Hohenzollern von den Burggrafen zu Nürnberg über die brandenburgischen
Kurfürsten, preußischen Könige zu den letzten Kaisem des deutschen
Reiches. Dem heutigen, zwischen 1894 und 1905 unter Kaiser Wilhelm
II. erbauten Dom gingen zwei Vorgängerbauten voraus. Einer gotischen
Dominikanerkirche südlich des Schlosses folgte am jetzigen Standort
der barocke Dom Friedrichs des Großen (nach den Befreiungskriegen
von K.E Schinkel klassizistisch umgebaut), der für den Neubau
abgetragen wurde. Der im Stil der italienischen Hochrenaissance
im Übergang zum Barock erbaute Dom war der größte protestantische
Zentralbau Deutschlands. Die monu- mentale Kuppel war mit ein
Symbol für das junge vereinte deutsche Land. Im 2. Weltkrieg
wurde das Bauwerk stark beschädigt Seit 1975 befindet sich der
Dom im Wiederaufbau. Da die Regierung der DDR kein Interesse
daran hatte, gegenüber dem neuerbauten Palast der Republik einen
Denkmalsbau wilhelminischer Prägung wieder- herzustellen, wurde
das Bauwerk in seiner äußeren Gestalt stark vereinfacht und
darüber hinaus wurden noch wesentliche Teile wie die Denkmalskirche
und die kaiserliche Unterfahrt abgerissen.
Fahrverbindungen
Berliner Dom
U-Bahn: U2, U5, U8 Alexanderplatz
S-Bahn: S3, S5, S7, S9 Alexanderplatz, Hackescher Markt
Tram: 1, 13, 15, 53 Hackescher Markt, Am Lustgarten
Tram: 2, 3, 4, 5, 6 Spandauer Straße
Bus: 100, 200, 348 Am Lustgarten