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Mauer
in Berlin |
Stadtführung:
Berliner Mauer - Grenzgänge (1961 – 1989)
Bei MOWITANIA
Kulturplanung können Sie Ihre Stadtführung zum Thema "Mauer
in Berlin" buchen. Hier einige Details.

Man könnte
meinen, das aus heutiger Sicht der Mauerbau begann mit einer Pressekonferenz
und er endete auch mit einer. Denn zunächst wird ca. sechs Wochen
vor Mauerbau, es war der Sommer 1961, der damalige Ministerpräsident
Walter Ulbricht in Ostberlin auf die Frage eines Journalisten: ob bei
diesen starken Spannungen zwischen Ost und West denn nicht zu befürchten
bliebe das eine Mauer gebaut werden würde, antworten: „Niemand
hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ und kurz danach begannen
die schlimmen Absperrungen. Das Ende der Mauer dann war ebenso überraschend
von einem Mann namens Günther Schabowski möglich gemacht worden.
Bei einer Ostberliner Pressekonferenz am 9. November 1989 wird sein Satz:
„Meiner Kenntnis nach sofort“ in Ostberlin noch am Abend Tausende
DDR Bürger motivieren zu den Grenzübergängen zu strömen
um dort mit dem Satz: „Macht das Tor auf“ für die Öffnung
der Mauer zu demonstrieren. 15 Minuten vor Mitternacht wird dann ein Mann
der Grenztruppen... ohne den genauen Befehl zu haben... den Schlagbaum
an der Bornholmer Brücke zur Seite schieben und Berlin ist wieder
eine Stadt.

Die Berliner Mauer umschloß 28 Jahre lang Westberlin auf einer Strecke
von nahezu 160 Kilometern und war eines der schlimmsten Bauwerke des 20.
Jahrhunderts. Wer heute Kind ist kann sich sicher nur schwer vorstellen
was die Erwachsenen meinen wenn sie von „der Mauer“ und „die
Teilung“ sprechen... kann sich nur schwer vorstellen das es so etwas
tatsächlich gegeben hat. Darüber werden wir sprechen.
Die
Mauer - Eine Chronologie
13. August
1961
Um Mitternacht beginnen Truppen der Nationalen Volksarmee, mit Sperranlagen
aus Stacheldraht die Grenzen zum Westteil Berlins, den Sektoren der Westmächte
Frankreich, Großbritannien und den USA, abzuriegeln. In der Folgezeit
werden die Anlagen durch massive Mauern und Zaunanlagen weiter ausgebaut.
Erschüttert und fassungslos sehen Berliner auf beiden Seiten dem
Aufbau der Absperranlagen zu.
25. Oktober
1961
Am Checkpoint Charlie stehen sich amerikanische und sowjetische Panzer
gegenüber, nachdem DDR-Grenzer Angehörigen der US-Militärkommission
den Zugang nach Ost-Berlin verweigert haben. Diese hatten abgelehnt, sich
kontrollieren zu lassen, weil ihnen nach alliiertem Recht ungehinderte
Bewegungsfreiheit in ganz Berlin zustand.
17. August
1962
Peter Fechter wird bei seinem Fluchtversuch angeschossen und verblutet
am Fuße der Mauer an der Zimmerstraße. Der Name des 18jährigen
ist seitdem ein Symbol für die Todesopfer an der Mauer und an der
innerdeutschen Grenze zwischen 1961 und 1989.
23. bis 26.
Juni 1963
Mit dem Ausruf "Ich bin ein Berliner" unterstreicht der amerikanische
Präsident John F. Kennedy bei seinem Besuch in Berlin vor einer begeisterten
Menschenmenge am Schöneberger Rathaus die Verbundenheit mit den Westberlinern.
17. Dezember
1963
Die erste Passierscheinregelung gestattet zu Weihnachten 1963 erstmals
wieder Besuche von West-Berlinern im Ostteil der Stadt.
9. September 1964
Rentner aus der DDR können wieder Verwandte in der Bundesrepublik
und dem Westteil Berlins besuchen. In die DDR einreisende Bundesbürger
und Berliner werden zum Mindestumtausch in Ostmark gezwungen.
3. Juni 1972
Mit Inkrafttreten des "Vier-Mächte-Abkommens über Berlin"
bestätigen die Siegermächte ihre Rechte für Berlin; es
verbessert die Lebensbedingungen der Berliner enorm. Neben Erleichterungen
für den Berlinverkehr beschließen die Alliierten die Voraussetzungen
für einen Gebietsaustausch zwischen West-Berlin und der DDR. Die
Bindungen West-Berlins zur Bundesrepublik sollen aufrechterhalten und
entwickelt werden. Mit diesem Abkommen garantiert die Sowjetunion den
jederzeitigen freien Zugang nach West-Berlin.
3. Juni 1972
Mit Inkrafttreten des Vier-Mächte-Abkommens über Berlin bestätigen
die Siegermächte ihre Rechte für Berlin; es verbessert die Lebensbedingungen
der Berliner enorm. Neben Erleichterungen für den Berlinverkehr beschließen
die Alliierten die Voraussetzungen für einen Gebietsaustausch zwischen
West-Berlin und der DDR. Die Bindungen West-Berlins zur Bundesrepublik
sollen aufrechterhalten und entwickelt werden. Mit diesem Abkommen garantiert
die Sowjetunion den freien Zugang nach West-Berlin.
12. Juni
1987
Der amerikanische Präsident Ronald Reagan fordert anläßlich
einer Rede zur 750-Jahr-Feier am Brandenburger Tor: "Mr. Gorbatschow,
open this gate. Mr. Gorbatschow tear down this wall."
Juli 1989
Ab diesem Monat steigt der Strom der Flüchtlinge aus der DDR über
Ungarn nach Österreich rapide an. Bis zum 22. August erhöht
sich die Zahl der in Österreich eingetroffenen Flüchtlinge auf
3500.
30. September
1989
Nach intensiven innerdeutschen Verhandlungen dürfen Botschaftsflüchtlinge
- ca. 5500 Menschen in Prag und Warschau - ausreisen.
7. Oktober 1989
Gorbatschow drängt bei seinem Besuch anläßlich der Gründungsfeierlichkeiten
der DDR auf Reformen. „Wer zu spät kommt, den bestraft das
Leben.“ So sein berühmter Satz.
18. Oktober
1989
SED-Chef Erich Honecker tritt von allen Partei- und Staatsämtern
zurück; sein Nachfolger wird Egon Krenz.
4. November
1989
Mehr als 500000 Menschen demonstrieren im Zentrum Ost-Berlins. Mit ihren
Plakaten fordern sie freie Wahlen, Reisefreiheit und demokratische Neugestaltung.
8. November
1989
Das gesamte Politbüro der SED tritt zurück; am gleichen Tag
wählt das Zentralkomitee der SED ein neues Politbüro, das den
bisherigen SED-Sekretär des Bezirks Dresden, Hans Modrow, zum neuen
Ministerpräsidenten nominiert.
9. November
1989
Auf einer Pressekonferenz über die Sitzung des Zentralkomitees der
SED teilt Günther Schabowski eher beiläufig mit, daß Privatreisen
ins Ausland beantragt werden können und die Genehmigungen kurzfristig
erteilt würden. Danach strömen viele Ost-Berliner zu den Grenzübergängen.
In den Abendstunden, gegen 23 Uhr 15, werden die Übergänge geöffnet.
Begeisterte Berliner feiern in dieser Nacht den Fall der Mauer und das
Wiedersehen in ganz Berlin.
3. Oktober
1990
Deutschland ist wiedervereinigt.
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