Die Ständige Ausstellung des DHM im Zeughaus
Die Einrichtung einer Dauerausstellung, in der
sich Besucher über die Epochen der deutschen Geschichte in
ihrem europäischen Zusammenhang informieren können,
sah die Gründungskonzeption als zentrale Aufgabe des Deutschen
Historischen Museums an. Mit der ständigen Ausstellung im
Berliner Zeughaus, die ab Pfingsten 2006 für die Öffentlichkeit
zugänglich ist, erfüllt das DHM den anspruchsvollen,
noch nie zuvor in diesem Umfang gestellten Bildungsauftrag. Mehr
als 8 000 historische Exponate berichten von Menschen, Ereignissen,
Ideen und Abläufen während rund 2 000 Jahren deutscher
Vergangenheit, vom 1. Jahrhundert vor Christus bis in die Gegenwart.
Das
Deutsche Historische Museum Berlin (DHM) ist das nationale Geschichtsmuseum
der Bundesrepublik. Es hat den Auftrag, die deutsche Geschichte
von ihren Anfängen bis zur Gegenwart in ihren internationalen Verknüpfungen
und ihrer regionalen Vielfalt darzustellen.
Das
DHM wurde im Jahre 1987 gegründet. Es ist als GmbH organisiert.
Die Gesellschafter sind die Bundesrepublik Deutschland und das
Land Berlin zu gleichen Teilen.
Bund
und Land Berlin haben sich nach der deutschen Wiedervereinigung
darauf verständigt, das Zeughaus in Berlin an der Straße Unter
den Linden als Hauptausstellungsgebäude des Museums vorzusehen,
dieses Gebäude zu modernisieren und durch Nutzung benachbarter
Liegenschaften zu erweitern. Damit soll sichergestellt werden,
dass die Konzeption aus dem Jahre 1987 realisiert werden kann.
Im Zeughaus war zwischen 1952 und 1990 das Museum für Deutsche
Geschichte, das zentrale Geschichtsmuseum der DDR untergebracht.
Die letzte, damals demokratisch gewählte Regierung der DDR hatte
die Einrichtung vor der deutschen Wiedervereinigung geschlossen.
Seit
Herbst 1990 arbeiten ca. 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im DHM, wobei etwa zwei Drittel von ihnen aus dem früheren Osten
und ein Drittel aus dem früheren Westen stammen.
Bevor
die Dauerausstellung zur deutschen Geschichte eingerichtet werden
kann, wird das Zeughaus in den Jahren 1999 bis 2003 grundsaniert.
Im Rückfeld des Zeughauses wird von dem berühmten amerikanischen
Architekten chinesischer Herkunft I.M. Pei ein Wechselausstellungsgebäude
errichtet, das zu Beginn des Jahres 2003 eröffnet wurde.
Seit
seiner Gründung im Jahre 1987 hat das DHM ca. 125 Ausstellungen
gezeigt. Dabei waren die meisten Ausstellungen in Berlin zu sehen,
einige wurden darüber hinaus auch in anderen deutschen, europäischen
oder nordamerikanischen Städten gezeigt. Einige Ausstellungen
wurden ausschließlich an anderen Orten und nicht in Berlin gezeigt.
Das DHM hat eine Vielzahl von Ausstellungen angeboten, die sich
mit der deutsch-deutschen Thematik befassen und Anregungen geben
sollen, sich mit der Zeit des Kalten Krieges in Deutschland intensiv
auseinanderzusetzen. Ebenso hat es seinem Auftrag entsprechend
regionale Ausstellungen entwickelt sowie große internationale
Kooperationen durchgeführt. Dabei standen Themen wie Weltkriege
und ihre Auswirkungen, aber auch bilaterale historische Ereignisse
im Mittelpunkt. Neben den Ausstellungen hat das DHM Symposien
und Konferenzen durchgeführt, die sich mit kulturpolitischen
Fragen beschäftigten, so der Kulturpolitik der Alliierten in der
frühen Nachkriegszeit, der Darstellbarkeit des Krieges im Museum
und den Veränderungen in der Museumsarbeit nach dem Ende des Kalten
Krieges.
Das
DHM hat in der Zwischenzeit eine umfangreiche Sammlung zur deutschen
Geschichte aufgebaut. Die wichtigsten Objekte aus den Erwerbungen
der letzten fünfzehn Jahre, aber auch aus den ?geerbten? Beständen
des früheren preußischen Armeemuseums (Zeughaus-Sammlung) und
des Museums für Deutsche Geschichte werden in der Ausstellung
?Bilder und Zeugnisse der deutschen Geschichte? ab Herbst 2004
zu sehen sein.
Adresse:
Deutsches Historisches Museum Unter den Linden 2 10117 Berlin
Tel.:
030-20304-0 Fax: 030-20304-102, -543
Das
Zeughaus-Foyer, der Schlüterhof und der Durchgang zur Ausstellungshalle
von I. M. Pei sind seit dem 03. April 2004 für die Öffentlichkeit
zugänglich.
Öffnungszeiten
Täglich 10.00 - 18.00 Uhr
Eintritt
- Eintritt in die Häuser und alle Ausstellungen: 5,- €
-
Jahreskarte kostet 30 Euro (karteninhaber plus Begleitperson)
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren: Eintritt frei
Bitte alle Gruppenbesuche rechtzeitig anmelden.
Verkehrsverbindungen
S-Bahn: Hackescher Markt und Friedrichstraße
U-Bahn: Französische Straße, Hausvogteiplatz und Friedrichstraße
Bus: 100, 200 und TXL (Haltestelle Staatsoper)
Haltestellen: Staatsoper oder Lustgarten
Genaue
Lage des Museum
Museumspädagogik/
Führungen
Die Führungsangebote, die alle Ausstellungen des DHM begleiten,
richten sich an unterschiedliche Besuchergruppen mit ihren jeweiligen
Interessen. Neben festen Führungsterminen für Einzelbesucher können
individuelle Termine vereinbart werden. Information und Service:
++49 (30) 20 30 4-750