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Home > Tourismus und Reisen > Museum Berlin > Brücke Museum Berlin

Brücke Museum Berlin


„Brücke“-Highlights

Jubiläumsausstellung zum 40jährigen Bestehen des Brücke-Museums Berlin.

Das Brücke-Museum Berlin hat für seine Jubiläumsschau zum 40jährigen Bestehen einzigartige Beispiele der „Brücke“-Kunst aus seinen hochkarätigen Beständen zusammengestellt.
Mit seiner großzügigen Schenkung von 74 Werken legte Karl Schmidt-Rottluff am 1. Dezember 1964 den Grundstock für die Entstehung des Brücke-Museums. Das am 15. September 1967 eröffnete Museum ist ausschließlich auf die Werke der Künstlergruppe „Brücke“ spezialisiert. Es dokumentiert mit seiner umfangreichen Sammlung in einmaliger Weise den Aufbruch zur Moderne in Deutschland, der mit der Gründung der „Brücke“ 1905 in Dresden seinen Anfang nahm.
Aus konventionellen Anfängen heraus gelang es den „Brücke“-Künstlern zu einem Stil vorzudringen, der mit den bis dahin üblichen Vorstellungen von der Kunst brach, der zu einem neuen Sehen zwang und wegweisend wurde für alle Stile und Ismen, die danach in der deutschen Kunst auftauchten.
Die Kunst der „Brücke“ ist gekennzeichnet durch ihren Drang zum Elementaren, ihre strahlenden Farbsinnlichkeit, eine dynamische Pinselführung und durch Spontaneität in der Gestaltung. Landschaftsdarstellungen, der Akt im Atelier und in der Natur, aber auch Porträts, Freundschaftsbildnisse sowie Stilleben waren die bevorzugten Themen, in denen eine euphorische Daseinsverherrlichung zum Ausdruck kam.
Die Ausstellung „BRÜCKE-Highlights“ bietet eine reiche Auswahl an Werken von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl, Max Pechstein, Emil Nolde, Otto Mueller und Cuno Amiet. Die Schau geht auf alle relevanten Techniken ein (Gemälde, Aquarell, Zeichnung und Druckgraphik) und ermöglicht es so dem Besucher, dass Revolutionäre dieser Kunstbewegung nachzuvollziehen.
Ausstellungskatalog Im begleitenden Katalog wird dem Leser jedes der 247 Werke in einem Kurzkommentar vorgestellt.


> Informationen
> Zur Brücke Ausstellung
> Besucherinformationen
> Eintrittspreise
> Adresse
> Führungen im Brückemuseum

 

Informationen zum Museum

Das Brücke-Museum besitzt ausschließlich Werke der Künstlergruppe "Brücke". Die weltweit umfangreichste Sammlung dieser expressionistischen Vereinigung umfaßt rund 400 Gemälde sowie Tausende von Handzeichnungen, Aquarellen und Originalgraphiken, hierunter Meisterwerke des Holzschnitts. Ergänzt wird die Sammlung durch Skulpturen aus Holz, zahlreiche Dokumente und kunsthandwerkliche Arbeiten der Künstler.

Anliegen des Museums ist die Erforschung und die Präsentation der Kunst der "Brücke" und ihrer Zeit. In zahlreichen Sonderausstellungen wird Leben und Werk der einzelnen Gruppenmitglieder aus verschiedenen Blickwinkeln gezeigt. Ebenso beleuchten Ausstellungen über andere expressionistische und avantgardistische Künstler des frühen 20. Jahrhundert das zeithistorische und künstlerische Umfeld der "Brücke"-Künstler. Ausstellungskataloge mit vollständiger Abbildung der gezeigten Werke und wissenschaftlichen Aufsätzen vertiefen die verschiedenen Blickpunkte. Das in unregelmäßiger Folge erscheinende ""Brücke"-Archiv" widmet sich wissenschaftlichen Fragestellungen und bislang unpublizierten Werken und Dokumenten.

Die Idee zur Gründung des Brücke-Museums geht auf Karl Schmidt-Rottluff zurück, der sich bereit erklärte, dem Land Berlin eine Schenkung von 74 Bildern zu überlassen. Darüber hinaus stellte er seinen gesamten künstlerischen Nachlaß in Aussicht. Die Planung des Museums wurde auf die gesamte Künstlergruppe "Brücke" ausgedehnt, um erstmals eine einzelne Künstlergruppe museal zu präsentieren. Auch Erich Heckel konnte schnell gewonnen werden, diesen Plan zu unterstützen. Durch seine umfangreichen Schenkungen, in denen sich auch Werke seiner "Brücke"-Kollegen befanden, konnte ein solider Grundstock für die Sammlung des Museums gelegt werden.

Die Lage des Museums am Rande des Grunewalds in unmittelbarer Nähe zur Natur spiegelt in kongenialer Weise einen der "Brücke"-Grundsätze, nämlich die Verbundenheit zur natürlichen Umgebung, wider. Das Thema der Badenden, also des ungezwungenen Menschen in Einheit mit der Natur, ist eines der Hauptmotive der Kunst der "Brücke".

Architekt des Museums war Werner Düttmann, der eine an Bauhaus-Grundsätze angelehnte Architektur schuf. Am 15. September 1967 wurde der Museumsbau der Öffentlichkeit übergeben.

In den folgenden Jahren wurde durch gezielte Ankäufe der Überblick über das Schaffen aller zur "Brücke" gehörenden Künstler vervollständigt. So besitzt das Museum nun Hauptwerke aus den wichtigen Schaffensperioden von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Max Pechstein, Emil Nolde und Otto Mueller.

Außer den Künstlern der "Brücke", von denen noch das Gründungsmitglied Fritz Bleyl, der Hamburger Franz Nölken, der Niederländer Kees Van Dongen und der Schweizer Cuno Amiet zu erwähnen sind, werden auf einhelligen Wunsch Schmidt-Rottluffs und Heckels noch fünf weitere Künstler im Brücke-Museum gesammelt, die mit den "Brücke"-Malern in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen ausgestellt haben und ihnen persönlich eng verbunden waren: Walter Gramattée, Otto Herbig, Max Kaus, Anton Kerschbaumer und die Bildhauerin Emy Roeder. -jd-


Brücke Ausstellung
Ausstellungsort: Berlinische Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, Berlin (Kreuzberg)


Max Pechstein (1881-1955): Liegender weiblicher Akt, 1909 Quelle: Brücke Museum

Die Künstlergruppe „Brücke“ wurde 1905 in Dresden von den vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet. Ihr Ziel war es, neue Wege im künstlerischen Ausdruck zu finden und sich vom tradierten Stil der Akademien zu lösen. Damit ist die „Brücke“ eine der ältesten deutschen Vereinigungen, die auf die Entwicklung der klassischen Moderne entscheidenden Einfluß hatte. Der Stil, den die Künstler in gemeinsamer Arbeit entwickelt hatten, ist heute als Expressionismus in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen.

Ein Grundsatz der Künstlergruppe beinhaltete, mit vielen gleichgesinnten Künstlern in Kontakt zu treten und in gemeinsamen Ausstellungen die avantgardistischen Bestrebungen der Öffentlichkeit bekannt zu machen. So schlossen sich 1906 Max Pechstein und Emil Nolde an, 1910 kam Otto Mueller hinzu. Auch im Ausland wurden Künstler wie Cuno Amiet, Kees Van Dongen, Axel Gallén-Kallela u.a. angesprochen, um die internationalen Bestrebungen der Moderne zu unterstreichen.

Im Expressionismus der „Brücke“ streben Farbe und Form nach dem reinen Ausdruck. Die gemalten Motive wie Landschaft oder Akte in der Natur beziehungsweise in freier Bewegung wurden zum Ausdrucksträger für das innere Erleben der Welt und die subjektive Empfindung der Künstler. Formal wurde diese Steigerung des Ausdrucks erreicht durch die Reduzierung der Formen auf das Wesentliche. Die traditionelle Perspektive und die akademischen Proportionen wurden aufgegeben, was die Unmittelbarkeit noch steigerte. Die Auseinandersetzung mit Kunst der Naturvölker gab hier wichtige Anregungen. Auch die Farbe löste sich bald von der Natur und wurde zum reinen Ausdruck der Emotion: leuchtend wurde sie in impulsiven, spontanen Gesten aufgetragen.


Besucherinformationen

Das Brücke-Museum ist täglich außer dienstags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Am 24. und 31. Dezember ist das Museum geschlossen. Am 1. Januar ist das Museum von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
Für Feiertage oder aus sonstigem begründeten Anlass bleiben Sonderregelungen vorbehalten, die jedoch rechtzeitig in der Presse bekanntgegeben werden.

Fahrverbindung:

Bus Linie 115, Haltestelle Clayallee / Pücklerstraße.
Parkplätze stehen vor dem Museum zur Verfügung. Eine Rampe für Rollstuhlfahrer sowie ein Rollstuhl stehen zur Verfügung.

Eintrittspreise:

Das Eintrittsgeld beträgt € 4,00
Sonderausstellungen € 5,00

Für Schüler, Studenten, Arbeitslose, Grundwehr- und Zivildienstleistende, sowie Rentner und Schwerbehinderte
gegen Vorlage des entsprechenden Ausweises € 2,00
Sonderausstellungen € 3,00

Für Gruppen von mindestens 10 Besuchern nach vorheriger Anmeldung – pro Person € 2,00
Sonderausstellungen € 3,00

Betreute Schulkassen nach vorheriger Anmeldung pro Person (bitte Gruppengröße angeben) € 1,00
deren Begleitpersonen € 2,00


Freien Eintritt haben:

· Studierende der deutschen Hochschulen und Akademien für bildende und angewandte Kunst, die sich als solche ausweisen können

· Mitglieder des Internationalen Museumsrates (ICOM), die sich als solche ausweisen können

· Inhaber eines gültigen Presseausweises

· Mitarbeiter von Museen, die sich als solche ausweisen können

· Sozialhilfeempfänger gegen Vorlage des Ausweises

· Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr

· Begleitperson eines Schwerbehinderten, sofern dies ärztlich als Notwendig anerkannt ist und im Schwerbehindertenausweis vermerkt wurde.


Adresse:
Brücke Museum
Bussardsteig 9
14195 Berlin-Dahlem

Tel: 030-831-2029
Fax: 030-831-5961

Verkehrsverbindungen
Bus Linie 115, Haltestelle Clayallee / Pücklerstraße.
Parkplätze stehen vor dem Museum zur Verfügung. Eine Rampe für Rollstuhlfahrer sowie ein Rollstuhl stehen zur Verfügung.

Stadtplan und Lageinformationen



Führungen im Brücke Museum Berlin

Führungen nach telefonischer oder schriftlicher Vereinbarung: bruecke-museum@t-online.de

Wenn Sie eine Führung im Brücke-Museum wünschen, beachten Sie bitte Folgendes:

Bitte melden Sie zunächst den Besuch der Gruppe im Brücke-Museum mindestens zwei Wochen vorher an
Das Museum bietet Führungen in deutscher, englischer und französischer Sprache an
Sie werden gebeten, sich selbst mit den wissenschaftlichen Führungskräfte in Verbindung zu setzen (die entsprechenden Telefonnumern erhalten Sie über das Brücke-Museum Berlin)
Eine Führung dauert ca. 1 Stunde
Führungen können für alle Altersgruppen und verschiedenen Interessensgebiete organisiert werden
Bitte sprechen Sie spezielle Wünsche im voraus mit den wissenschaftlichen Führungskräften ab
Informieren Sie bitte beim Eintreffen der Gruppe das Museumspersonal
Sollten Führungstermine ohne vorherige Mitteilung nicht eingehalten werden, berechnen wir ein Ausfallhonorar von € 25,--

Preise für Führungen (Eintrittsgeld für das Museum nicht mit eingeschlossen):

Schulklassen € 25.—
Schulklassen (fremdsprachlich) € 35.—
Erwachsene (bis maximal 20 Personen) € 35.—
Führungen an Sonn- und Feiertagen € 46.—
Fremdsprachliche Führungen € 60.—