Der
Kurfürstendamm ist immer noch die beliebteste Flaniermeile in
Berlin. Der Kudamm zieht sich von der Gedächtniskirche ca. 3 km
bis nach Halensee. Der Kurfürstendamm ist geprägt durch zahlreiche
Kaufhäuser, Cafes und Modegeschäften. Der untere Teil ist etwas
ruhiger. Zu sehen sind hier prachtvolle Jahrhundertwendebauten
in die sich Läden der Designermarken angesiedelt haben. Zwischen
den Jahren 1883 und 1886 wurde er als Boulevard mit Reitweg angelegt
und opulent bebaut.
In
den Zwanzigern entwickelte er sich zum Treffpunkt der intellektuellen
Welt mit zahlreichen Theatern, Cafés und Nachtclubs. Hier entstand
1913 das "Marmorhaus" als erster Filmpalast, der jedoch wie viele
andere Kinos am Kurfürstendamm in letzter Zeit schließen musste.
Im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, wurde der Kurfürstendamm
in den Fünfzigern mit Hochhäusern und Zeilenbauten neu bebaut
– und teilweise kahlsaniert. Nach wie vor ist er der Renommierboulevard
Berlins, auf dem gerade wieder viele neue Bauten entstehen. 2001
wurde das neue Kranzlereck mit Büros, Geschäften und einem neuen
Café in der traditionellen Rotonde mit rot-weiß gestreifter Markise
eröffnet. Das Kudamm-Eck an der Kreuzung zur Joachimsthaler Straße,
eine Bausünde der Sechziger, wurde abgerissen und neu bebaut.
Am Lehniner Platz liegt die Schaubühne, ein Theaterbau im expressiven
Stil der Zwanziger. In den ruhigen Seitenstraßen wie der Fasanenstraße,
der nobelsten Einkaufsmeile der Stadt, befinden sich viele kleine
edle Boutiquen und Cafés in den Bauten der Jahrhundertwende.