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Home > Tourismus und Reisen > Kriminalität in Berlin

Sicherheit und Kriminalität in Berlin

Bemerkung von E. Molitor (privat)

"Ich lebe seit ca. 10 Jahren in Berlin und fühle mich sicher. Sie können unbesorgt sein und auch nach 22 Uhr Kneipen, Bars oder Veranstaltungen besuchen. Es gibt wie in jeder Großstadt Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl oder Trickbetrüger (z.B. Hütchenspieler etc.). Geben Sie auf ihre Taschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln und bei Menschenansammlungen acht. In Restaurants sollten Sie Ihre Geldbörse nicht unbedingt in der Tasche über dem Stuhl hängen lassen. Und zuletzt natürlich nicht den 1. Mai in Kreuzberg herausfordern oder die wirklich dunklen und abgelegenen Ecken besuchen.

Rechtsradikalismus gibt es vereinzelt in den Bezirken Hellersdorf, Marzahn und Lichtenberg. Der größte Teil der Berliner Bevölkerung ist durch den "Multikulturellen Kessel" sehr tolerent eingestellt.

Noch einige Hinweise zum Berlinbesuch

Kontakt zur Polizei:

Der Polizeipräsident in Berlin Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin,
Telefon: (030) 4664 - 0
Bürgertelefon: (030) 4664 - 4664
Notruf: 110

Polizei in Berlin im Internet: http://www.berlin.de/polizei/index.html

 

Nun noch ein paar Hinweise von offizeiller Seite:

Innensenator Dr. Ehrhart Körting legt den Bericht zur Kriminalität in Berlin 2005 vor Pressemitteilung Nr. 5 vom 06.03.2006

Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2005 ist insbesondere gekennzeichnet durch

• einen Rückgang der

- Raubdelikte um 7,3 %,
- Körperverletzungen um 5,4 %,
- Tötungsdelikte um 16,2 % und der
- Sexualdelikte um 5,7 %

• andererseits durch eine Verdoppelung der Fälle im Bereich des Warenkreditbetruges und damit Zunahme um 105,3 %

• eine Zunahme der Misshandlung von Kindern um 18,6 %

• einen Rückgang tatverdächtiger Heranwachsender, Jugendlicher und Kinder um 5,8 %
Der erfreuliche Rückgang der Jugendkriminalität hat in 2005 Fortgang gefunden. Mit 32.437 Tatverdächtigen wurde die niedrigste Zahl seit der Wiedervereinigung festgestellt.


Die Gesamt-Aufklärungsquote liegt mit 47,8 % trotz der großstädtischen Rahmenbedingungen nach wie vor mit 243.232 aufgeklärten Fällen auf hohem Niveau (lediglich eine leichte Senkung um 0,7 %).

Im Jahr 2005 sind 135.490 Tatverdächtige ermittelt worden. Das sind 9.055 Tatverdächtige weniger als im Vorjahr. Der Anteil der tatverdächtigen Kinder blieb dabei mit 3,9 % gleich, der Anteil der tatverdächtigen Jugendlichen und Heranwachsenden nahm um jeweils 0,1 %-Punkte zu.

Als neues Sonderthema wurde der Punkt weibliche Tatverdächtige in die PKS aufgenommen. Danach sind im Jahr 2005 33.253 weibliche Tatverdächtige polizeilich in Erscheinung getreten. Dies waren 2.953 bzw. 8,2% weniger als im Vorjahr. Ihr Anteil an allen Tatverdächtigen verringerte sich damit von 25,0 % auf 24,5 %.
Frauen traten als Tatverdächtige überproportional bei den Delikten


• Verletzung der Fürsorgepflicht mit 73,5 %
• falsche Verdächtigung mit 44,5 %
• Wertzeichenfälschung mit 42,8 %
• Misshandlung von Kindern mit 39,9 %
• Ladendiebstahl mit 37,0 % auf,
sind dagegen unterproportional bei den Delikten
• Diebstahl von Kfz mit 4,6 %
• Sachbeschädigung in der Öffentlichkeit mit 5,3 %
• Raub in der Öffentlichkeit mit 9,8 %
• Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte mit 12,2 %
• Wohnungseinbruch mit 12,8 %
an der Gesamtzahl aller Tatverdächtigen zum jeweiligen Delikt vertreten.

Es wurden 41.695 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt, 2,7 % mehr als 2004. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger beläuft sich somit auf 30,8 % aller ermittelten Tatverdächtigen.

Im Bereich der Jugendkriminalität waren 74,4 % der Tatverdächtigen unter 21 Jahren männlich, 25,6 % weiblich. Zwischen deutschen und nichtdeutschen Tatverdächtigen gibt es in diesem Bereich unterschiedliche Entwicklungen.
Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen unter 21 Jahren hat um 5,8% zugenommen, während bei den deutschen Tatverdächtigen gleicher Altersgruppe ein Rückgang von 10 % zu verzeichnen ist.
Dem allgemein rückläufigen Trend bei Tatverdächtigen unter 21 Jahren, der im Wesentlichen von den Abnahmen bei praktisch allen Diebstahls- und Einbruchsdelikten, bei Sachbeschädigung und bei Leistungserschleichung getragen wird, folgen nun auch die Rohheitsdelikte mit einer Abnahme um 3,5%-Punkte.
Bei jugendlichen nichtdeutschen Tatverdächtigen sind dahingegen eine Zunahme bei Rohheitsdelikten um 9,9 % und bei der Gewaltkriminalität um 8,1% zu verzeichnen, während in dieser Altersgruppe der Anteil der deutschen Tatverdächtigen um 6,7% bzw. um 5,2 % gesunken ist.

Im Bereich der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) ist im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg der Fallzahlen um 664 Fälle (+ 30 %) von 2243 (2004) auf 2.907 (2005) zu verzeichnen, dies bei gleichzeitigem Rückgang der Gewaltdelikte um 60 Fälle von 287 (2004) auf 227 (2005), was einem Rückgang von 21,0 %-Punkten entspricht.
Der Anstieg geht insbesondere auf einen Anstieg der PMK/rechts zurück, hier haben die Fallzahlen um 575 Fälle auf insgesamt 1.551 Fälle zugenommen bei gleichzeitigem Rückgang der Gewaltdelikte.
Im Bereich der PMK/links ist nur ein leichter Anstieg der Fallzahlen um 49 Fälle erfolgt.


 

Bericht zur Kriminalität in Berlin 2004
von Innensenator Dr. Ehrhart Körting vorgelegt

Pressemeldung Nr. 4 vom 21.02.2005

Die Polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2004 ist gekennzeichnet durch

  • • einen Rückgang der erfassten Straftaten um 4,3 %
  • • einen Rückgang der erfassten Tatverdächtigen um 6,3%
  • • eine Abnahme der Tötungsdelikte um 15,1%, der Wohnungseinbrüche und Kfz-Diebstähle um 6,8% bzw. 17,3%
  • • eine Zunahme beim Betrug mit Dateneingabe um 250%, des Warenbetrugs um 56,7% und der Geld- und Wertzeichenfälschung um 160,8%
  • • eine leichte Zunahme der politisch motivierten Kriminalität um 4 %
  • • eine Zunahme der antisemitisch motivierten Straftaten um 18,7 %
  • • einen deutlichen Rückgang der fremdenfeindlich motivierten Gewalttaten um 35 %
  • • eine Zunahme der links motivierten Gewaltdelikte um 32,1 %

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2004 weist ein Straftatenaufkommen von 539.667 und damit einen Rückgang um 24.238 Delikte um 4,3 % aus.

Mit 261.738 aufgeklärten Straftaten ist die Gesamt-Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,2 %-Punkte auf 48,5 % gesunken.

Im Jahr 2004 sind 144.545 Tatverdächtige ermittelt worden. Das sind 9.749 Tatverdächtige weniger als im Vorjahr. Es wurden 40.571 nichtdeutsche Tatverdächtige ermittelt, 0,5% weniger als 2003. Damit ist der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger insgesamt weiter auf 28,1% gesunken.

Bei der Jugenddelinquenz sind im Jahr 2004 mit 34.798 Tatverdächtigen unter 21 Jahren deutlich weniger zu verzeichnen als im Vorjahr (- 2609 oder –7,0% als 2003); dies ist die niedrigste Zahl seit der Wiedervereinigung. Ihr Anteil an allen Tatverdächtigen sank auf 24,1%.

Die Kriminalität jugendlicher Nichtdeutscher ist jedoch weiterhin überproportional hoch, und zwar besonders im Bereich der Gewaltdelikte, hierunter speziell bei Sexualdelikten und Raubtaten in der Öffentlichkeit. Die Tatverdächtigenbelastungszahl zu allen Straftaten liegt bei nichtdeutschen Jugendlichen bei 18.152, während sie bei deutschen Jugendlichen bei 9.686 liegt. Das heißt: von 100.000 nichtdeutschen Jugendlichen wurden im letzten Jahr 18.152 oder 18,2% als Tatverdächtige bekannt, dieser Anteil lag bei den deutschen Jugendlichen bei 9,7%. Während demnach auch im Jahr 2004 annähernd jeder zehnte deutsche Jugendliche mit mindestens einer Straftat in Erscheinung trat, war dies bei nichtdeutschen Jugendlichen bald jeder fünfte.

Die Anzahl der eingegangenen Vorgänge im Bereich der Jugendgruppengewalt ist in diesem Jahr mit 7,5% mehr als im Vorjahr leicht angestiegen. Im Jahr 2003 gab es allerdings die niedrigste Vorgangszahl seit 1994. Die Zunahmen gegenüber 2003 betreffen sämtliche Delikte: 9,0% mehr Raubtaten, 2,6% mehr Körperverletzungsdelikte und 32,2% mehr Bedrohungstaten. Waffen wurden in 14,2% der Fälle der Jugendgruppengewalt, also in rund jedem siebenten Fall, mitgeführt oder eingesetzt. Innerhalb der Jugendgruppengewalt besaßen 34,5% der Tatverdächtigen nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Darüber hinaus wiesen 16,4% der festgestellten Tatverdächtigen trotz deutscher Staatsangehörigkeit eine nichtdeutsche Herkunft auf.

Addiert man auch in diesem Jahr die Nichtdeutschen und die Personen nichtdeutscher Herkunft, ergibt sich ein Anteil von 50,9 % an den ermittelten Straftätern der Jugendgruppengewalt (2002: 44,4%. 2003: 51,3%).

Im Bereich der Politisch motivierten Kriminalität (PMK) insgesamt ist ein leichter Anstieg der Fallzahl zu verzeichnen (2243 Fälle gegenüber 2.157 Fällen in 2003). Dieser geht zurück auf einen leichten Anstieg im Bereich der PMK/rechts und eine deutliche Zunahme bei PMK/links. Letztere ist auf Steigerungen bei Körperverletzungen, Landfriedensbrüchen und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz zurückzuführen.